Anfang Juli 2008 bin ich mit meiner Mutter nach England geflogen, um ein Konzert von Shakin' Stevens in Lulworth Castle zu sehen.

Am Donnerstag um 13.50 Uhr bin ich mit meiner Mutter in Hamburg abgeflogen. Nachdem wir den richtigen CheckIn-Schalter gefunden hatten. Meine Mutter hatte mich nämlich mit der Aussage, dass die Lufthansa (warn)streikt seit Tagen wahnsinnig gemacht. Wir suchten dann also auch den Schalter der Lufthansa.

Schade nur, dass ich bei BA gebucht hatte, und die Lufthansa-Angestellte uns - logischerweise - nicht finden konnte. Also erst Terminal 1, dann Terminal 2, um dann wieder zu Terminal 1 zu hetzen. Aber letztlich hatte alles geklappt, und wir saßen im Flieger. Es gab ein leckeres Sandwich und einen Kaffee, und als wir damit fertig waren, konnten wir schon London sehen.

Vom Flughafen aus ging es dann mit der U-Bahn (Tube) nach Waterloo. Leider gab es eine Verspätung, und so kamen wir am Bahnhof dann später an als gedacht. Ok, ein bißchen zurechtfinden und gucken und auf den Weg zum Hotel machen.

Haben wir auch gefunden, hieß "The MadHatter" und war ganz drollig. Ich hatte ja einen stärkeren Bezug zu "Alice im Wunderland" vermutet, war aber nur in der angrenzenden Gaststätte zu finden.

Das Hotelzimmer war nett, und nach einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns dann auf den Weg, um London per Fuß zu erkunden.

Das Londoner Wetter hatten wir unterschätzt. Nach 5 Minuten fing es so extrem an zu schütten, dass unsere Regenjacken auch nicht viel ausrichten konnten. Der nächste Souvenirshop war unser, und wir erstanden erst einmal zwei Schirme.

Weiter ging es zum London Eye, Houses of Parliament, Buckingham Palace, Trafalgar Square bis nach Chinatown und weiter, bis wir nach etwa 3 Stunden das Hotel wieder erreicht hatten.

Am Freitag haben wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf dem Weg zum Bahnhof Waterloo gemacht.

Faszinierenderweise gelang es mir ganz problemlos Fahrkarten am Schalter zu lösen. Auch den Zug nach Poole fanden wir, und so saßen wir bald auf zwei der wenigen nicht reservierten Plätze im Zug. Ich muss ehrlich sagen, dass es sehr angenehm ist, in England mit der Bahn zu reisen. Es besteht nahezu keine möglichkeit, seinen Zielbahnhof zu verfehlen, denn es wird andauern durchgesagt in welchem Zug man sitzt, wo der hinfährt, wo er herkommt, was die nächste Station ist, welches die folgenden Stationen bis zu Endstation sind, und vor allem, dass man doch bitteschön seine Sachen alle mitnehmen soll und verdächtige Gepäckstücke dem Schaffner gemeldet werden sollen.

Kurz vor 13 Uhr erreichten wir, nach einer Fahrt von über zwei Stunden, dann Poole. Für das einchecken im Hotel war es noch etwas früh, und so schauten wir uns rund um den Bahnhof etwas um. Direkt gegenüber lag ein großes Einkaufszentrum. Wir sahen uns einige Geschäfte etwas näher an, und machten uns schließlich auf den Weg zum Hotel (als wir die Richtung, in die wir gehen mussten in etwas bestimmen konnten).

Glücklicherweise war das Zimmer schon fertig; es war die Nummer 304, genau wie das Zimmer am Tag zuvor.

Pünktlich machten wir uns auf den Weg, um von Poole zwei Stationen bis nach Wareham zu fahren. Von dort sollte es mit dem Taxi weiter gehen. Wenn da ein Taxi am Bahnhof frei gewesen wäre...

Nach einiger Wartezeit gelang es uns, ein Taxi zu ergattern, das uns nach Lulworth Castle brachte. Ziemlich schnell schmiss ich alle Pläne um, nach dem Konzert zu Fuß zum Bahnhof gehen zu wollen. Der Weg war zum einen verdammt lang und zum anderen unmöglich zu merken.

Das Anwesen selber sah gigantisch aus. Am Einlass hatte sich bereits eine Schlange gebildet, die immer länger wurde. Eingelassen wurde auch erst ab 18 Uhr. In der Zwischenzeit verschlechterte sich das Wetter sehr. Es fing an zu tröpfeln und wurde dunkel am Himmel. Die englischen Gäste schien das wenig zu stören. Mit Schirmen, Picknickdecken, Stühlen und Verpflegung ausgerüstet warteten sie auf den Anfang des Konzerts.

Diverse Anrufe bei verschiedenen Taxiunternehmen verliefen sehr unerfreulich. Allgemeine Aussage war, dass zum angegeben Zeitpunkt (ich hatte 23 Uhr angepeilt) kein Taxi frei wäre.

Es wurde stürmisch, nass und kalt. Das Schulorchester, das zuerst auftreten sollte, verlegte den Auftritt bereits vor...

Auch der Auftritt von Ben Waters wurde vorverlegt. Meine Mutter konnte ihren Kaffeebecher mittlerweile schon kaum noch halten, so gezittert hat sie. Die Scones mit "clotted cream" und Erdbeermarmelade waren köstlich, alles in allem kratzte das Wetter aber schon ein wenig an der Stimmung.

Und dann kam ER! Mein Held! Meine erste große Liebe! Und es hörte auf zu regnen!

Da ich meine Mutter dabeihatte, sah ich von meinem Ursprünglichen Plan ab, die Bühne zu stürmen. ;-)

Shaky sang etwa 20 Titel, und ich war hin und weg. Die letzten 25 Jahre waren auch irgendwie weg...

Es war absolut einmalig! Trotzdem entschlossen wir uns etwa drei Titel vor dem Ende, uns sicherheitshalber um ein Taxi zu kümmern. Wäre das Wetter schön warm und trocken gewesen, hätte ich zur Not die ganze Nacht dort verbracht, aber so war daran nicht zu denken.

Wir schauten uns auf dem Gelände um und stellten fest, dass erstens kein Taxi in Sicht war, und zweitens die Einfahrt abgesperrt war, und es nur noch eine Ausfahrt gab. Unseren "Worst-case-Plan" kippten wir ebenfalls. Der sah vor, Besucher des Konzerts anzusprechen, die mit dem Auto da waren, ob man uns (gern gegen Bezahlung) zum Bahnhof mitnehmen könne. Nun, es wurde dort das ein oder andere Bierchen verkonsumiert, vielleicht auch das andere noch mehr, und so liessen wir die Idee fallen.

Die Leute, die sich um den Parkplatz kümmerten, haben schließlich gezaubert, und wir ergatterten dann doch ein Taxi, dass uns zum Bahnhof von Wareham fuhr.

Von dort aus sind wir mit der Bahn dann wieder nach Pool und ins Hotel.

Am Samstag ging es dann früh wieder mit dem Zug von Poole nach London, Waterloo. Dort haben wir unser Gepäck abgegeben und machten uns zu Fuß noch ein wenig auf den Weg. Wir haben uns das London Eye noch einmal angeschaut und waren im Londoner Aquarium. Nach einem leckerem Rumpsteak in einem Restaurant und ausgiebigem Souvenireinkauf, haben wir unser Gepäck abgeholt und sind mit der U-Bahn wieder zum Flughafen gefahren. Der Rückflug mit BA war ebenfalls sehr angenehm.

Fazit: Wunderbare Tage in England, aber viiiel zu kurz!

 

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